Krieg, die zweite

Der Krieg treibt mich
Er verschwindet aus den Nachrichten
Aber
Das sterben endet nicht
Alles
Geht weiter
Und
Wir auch
Was wäre wenn
Ich teil
Des Krieges wäre
Wenn ich dort
Sterben würde
In dem wissen das die Zeit der Reporter und Nachrichten vorbei ist
In dem Wissen
Das ich schon gestern bin
Schon abgedreht
Deleted scene
Ich würde
Mein Leben
Für sonderbar halten
Und mein sterben
Für
Kollateral

Davor
Das ich diese Gedanken in Menschen auslöse
Das ich sie
Kollateral erscheinen lasse
Weil ich weg höre, weiterschalte
Davor
Habe ich Angst

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Ficken

Frauen atypischer Beruf
Hach
Was ein schönes wort
Neusprech für
Männerjob
Ich stehe so oft im Betrieb
Und denke
Eigenentlich
Wollt ihr mich nur ficken
All die Machos und Musiker und Grosskotze
Die mir auf den Arsch gucken oder die Titten statt in die Augen
Und dann sagt ihr Dinge wie
„Frauen können das wirklich?“
„Naja, Frauen und Technik…“
„Putzen kannst du sicher gut“
Oder die feine Variante
„Du arbeitest hier..?“
Statt zu sagen
„Cool
Ich finde deinen Job cool und dich heiss
Hast du Zeit?“
Oder
Am liebsten ja
Ganz unverblümt
„Lust zu ficken?“
Merkt es euch, Jungs
Das zieht besser als Rosen und essen gehen und sowas
Seid ehrlich.

Hier

Angekommen
Dachte ich
Bin ich
Allerdings
Naja.

Die Angst kommt und geht
Ich Schlafe schlecht.
Schlafe nicht.

Habe des morgens Schmerzen in der Seite und im Rücken und im Kopf.

Mein Körper weigert sich
Den Stress zu tragen
Weiterhin
Und naja
Ich mich so langsam auch

Es ist.. Zu viel
Zu viel
Arbeit
Kunst
Umzug
Lernen
Leben
Lieben
Zu viel
Und
Zu wenig
Heimat.

Schmerzen

Gott alles tut weh
Ich wünschte
Ich wäre tot
Alles tut weh
Denken tut weh
Und
Das allein sein
Wenn du mich magst
Warum bin ich allein
Warum
Bin
Ich
Allein
Wenn

Egal

Ich wünschte
Du würdest mir essen Kochen
Oder Lieder singen
Oder vorlesen
Oder da sein
Aber das kannst du nicht
Was kannst du eigentlich
Das ich gebrauchen kann?
Warum mag ich dich trotzdem?

Meine Geschichte

Dies ist nicht die Geschichte eines Mädchens, das wegrennt vor den Monstern die dort mal im Dunklen lauerten.

Dies ist meine Geschichte. Der Anfang meines neuen Abenteuers. Auf das ich nie so bleibe wie ich war.

Schweigen

Ich wurde
Von den Menschen denen ich am meisten vertraut habe
Die ich geliebt habe
Bloßgestellt, vergewaltigt, erniedrigt, allein gelassen und alles in allem verletzte.

Ich habe gelernt das Gefühle zeigen Schwäche bedeutet und das Vertrauen dumm ist.
Das es nichts gibt was verlässlich ist.
Ich habe aufgehört den menschen zu vertrauen. Aufgehört zu lieben. Aufgehört sie näher an mich ran zu lassen.

Und für dich habe ich
Eine Ausnahme gemacht
Und ich weiss nicht warum
Es gibt keine Worte für manche Dinge
Und
Ich habe für viele Dinge keine Worte
Wenn dir das nicht reicht kann ich nichts tun
Aber
Ich möchte das du verstehst
Warum ich schweige